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Nicht jedes Objekt offenbart seine Geschichte auf den ersten Blick.
Manche Artefakte verlieren im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Funktion und gewinnen dadurch eine neue Bedeutung. Found Form No. 02 gehört zu genau diesen Objekten. Seine Herkunft liegt vermutlich im industriellen Umfeld, doch heute ist nicht mehr entscheidend, wofür es einst genutzt wurde. Entscheidend ist die außergewöhnliche Präsenz, die es als eigenständiges Objekt entwickelt hat.
Die skulpturale Komposition entsteht aus dem Kontrast zwischen einer massiven, schalenförmigen Basis und einem lang gezogenen, nahezu zeichnerischen Stahlgriff. Die elegante Linie scheint sich mühelos durch den Raum zu bewegen, während die schwere Form des Körpers das Objekt erdet und ihm eine fast archaische Ruhe verleiht.
In seiner Erscheinung erinnert Found Form No. 02 gleichzeitig an ein Werkzeug, ein Ritualobjekt und eine zeitgenössische Skulptur. Gerade diese Unbestimmtheit macht seinen Reiz aus. Das Objekt entzieht sich einer eindeutigen Kategorisierung und fordert den Betrachter dazu auf, eigene Assoziationen zu entwickeln.
Die sichtbaren Spuren industrieller Nutzung, feine Unebenheiten des Materials sowie die gewachsene Patina dokumentieren ein gelebtes Objektleben. Nichts wirkt dekorativ oder inszeniert. Stattdessen erzählt jede Oberfläche von Funktion, Material und Zeit. Was ursprünglich als Gebrauchsgegenstand entstand, erscheint heute wie eine Studie über Balance, Proportion und Materialität.
Innerhalb der EBBE OBJECTS Collection wird Found Form No. 02 als Artefakt verstanden – als Zeugnis industrieller Formgebung und als Objekt, das seine ursprüngliche Funktion längst hinter sich gelassen hat. Es bewegt sich zwischen Industriegeschichte, Design und Kunst und entfaltet besonders in architektonischen Interieurs, Galerien oder privaten Sammlungen eine außergewöhnliche Wirkung.
Found Form No. 02 steht exemplarisch für Objekte, deren ästhetische Qualität erst durch die Distanz zu ihrem ursprünglichen Verwendungszweck sichtbar wird. Losgelöst von seiner Funktion offenbart sich eine klare formale Sprache, die heute stärker an zeitgenössische Skulptur erinnert als an industrielles Werkzeug.